Aegidienberg
Auf einem Aegidienberger durchs Siebengebirge
 
- Erster Tag -
 

Mit den Pferden ging es am Mittwoch ins Siebengebirge für 4 Reittage in dieser Gegend.

Ich bin (wie 3 andere auch) allerdings erst am Freitag nachmittag angereist, um wenigstens das Wochenende mitzureiten. Am Freitag hieß es also früh Feierabend machen und nach Hause düsen, denn um 3 Uhr wollte Andrea (reitet auch bei Franziska) kommen und mich abholen.

Die Fahrt hat etwas über 1,5h gedauert und wir waren danach vom Anblick des Gestüts beeindruckt - so viele Pferde und fast alle in Offenstallhaltung - wahnsinn. Wie wir spaeter erfuhren haben sie dort ca. 200 Pferde. Direkt nach der Ankunft im Gangpferdezentrum Aegidienberg mußten wir schon Pferde ausprobieren, denn wir zwei Nachzügler haben Leihpferde von dort bekommen.
So kam es dann auch, daß ich nicht auf einem Islandpferd durch die Gegend huschte sondern auf einem Aegidienberger (3/8 Paso Peruano 5/8 Islandpferd).

Ich habe gleich das erste "Probepferd" behalten, denn es klappte mit uns ganz gut. Eine hübsche dunkle Falbstute mit dem Namen Pantera. Ein bißchen  größer als die Isländer, dafür ein wenig zierlicher.
Andrea hatte zuerst einen etwas schwierigeren Wallach, hat beim zweiten Anlauf aber auch ihr Pferd gefunden: Preciosa, eine helle Falbstute, Aegidienberger der F1 Generation (50% Paso, 50% Isi).
Beide Pferde waren beim Füttern sehr sehr gemütlich - fast 2h bis der Trog endlich leer war und wir sie wieder auf den Paddock stellen konnten und sehr verschmust ;-)

Danach ging es zur Pension in der auch Laura, Bernd und Jutta untergebracht  waren, Taschen abladen, duschen, umziehen. In der Zwischenzeit haben die anderen schon das Abendessen gekocht - wie praktisch ;-)
Als wir im Haus von Franziskas Eltern ankamen hat es nicht mehr lange gedauert bis wir essen konnten. Der Abend war schön, aber nicht sehr lang, die Reiter, die schon seit 2 Tagen unterwegs waren waren recht müde - warum haben wir dann auch gleich erfahren: Frühstück um 7.

Bernd weckte uns um halb sieben, denn wir mußten bis 10 vor sieben fertig sein, weil wir ja noch rüberfahren mußten. Aber netterweise war das Frühstück bereits fertig und wir konnten gleich reinhauen ;-)
Nach dem Frühstück fuhren wir alle gemeinsam zum Gestüt. Wir holten unsere Pferde vom Paddock - hey, ich hab sie wieder erkannt *stolz sei* und die anderen ihre Pferde aus den Gast"boxen" (Unterstand mit Auslauffläche).

Als erstes bekamen unsere beiden ihr Futter, damit sie auch rechtzeitig fertig werden. Während Pantera fraß habe ich sie geputzt (und dies ist der Nachteil vom Paddock - nasse matschige Pferde) und gesattelt. Ein bißchen kitzelig an den Beinen die Dame - das macht die Sache nicht einfacher ... aber wir haben es dennoch geschafft.

Bevor es losging ritten wir noch ein bißchen auf der Bahn und auf dem Platz, um uns aneinander zu gewöhnen. Als wir Aufstellung nahmen zum losreiten habe ich erst bemerkt wie viele Reiter und Pferde wir sind 13 Pferde/Reiter - und alle auf Isländern, ein tolles Bild.

Die Gegend um Aegidienberg ist einfach super, Berge, Hügel, Täler, Wald - Ausblicke in die Eifel, einfach herrlich. Im flotten Tölt ging es durch den Wald - der mit vielen Reitwegen durchzogen ist. Natürlich sind wir auch oft Schritt gegangen, schon allein an allen Stellen wo der Boden zu tief war oder es steil bergauf oder bergab ging. An manchen Stellen wurde es sogar zu steil und wir mußten führen. An manchen Stellen, meistens wenn wir bergauf getöltet sind meinte Pantera, daß Galopp viel besser sei. Ich hatte natürlich nix dagegen - im Gegenteil - ich war so begeistert von ihrem traumhaften Galopp *schwärm* - ich konnte kaum glauben, daß ich auf einem Pony sitze, noch dazu ein fast Isländer (die meisten Isis haben einen recht flachen Galopp).

Die Mittagspause verbrachten wir heute auf dem Hof von Franziskas Eltern, die Pferde durften auf der Wiese grasen, für die Reiter gab's belegte Brötchen, Kuchen und jede Menge Getränke. Leider war auf der Wiese kaum etwas um die Pferde anzubinden, so mußte man sein Pferdchen die ganze Zeit festhalten (am Führstrick - Sattel und Trense waren ab). Ich hab Pantera dann für eine Weile am Baum angebunden, dummerweise war nur dort kein Gras erreichbar.
 
 

Als ich nach etwa 20 Minuten beschloss sie wieder abzuholen hat sie mir zugewiehert als ich auf sie zuging *freu*, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, wir kannten uns doch erst seit gestern ..
Nach dem Essen habe ich Pantera ausführlich gekrault, was sie S E H R genossen hat, sie wollte gar nicht wieder aufhören ;-)

Nach der Mittagspause kam eine Dame von der Lokalzeitung und hat ein paar Fotos geschossen, die wollen da einen Bericht in die Zeitung bringen über diesen Ritt. Die Gelegenheit haben wir auch genutzt um Franziskas Mutter ein paar Gruppenfotos schiessen zu lassen.
 

Der Abschnitt der nun folgte war etwas länger, aber dafür waren wir langsamer unterwegs - hauptsächlich im Schritt.
Unterwegs haben wir noch eine Freundin von Franziska abgeholt, die dann gleich mit 3 Pferden mitkam. Eins zum reiten und zwei Handpferde. So waren wir dann 14 Reiter und 16 Pferde.

An zwei Stellen sind wir ein kurzes Stück einen Bachlauf entlanggeritten, eine prima Gelegenheit die Pferde saufen zu lassen, wenn sie sowieso schon mitten im Bach stehen.
 

Beim Futtern habe ich Pantera noch geputzt und ein bißchen geknuddelt, bevor sie endlich wieder zurück auf den Paddock durfte. Nachdem sie beim Putzen an den Beinen schon sehr kitzelig war, war es beim Abspritzen ziemlich chaotisch, sie ist immer hin und her gehüpft, um dem Wasserstrahl zu entkommen.

An diesem Abend haben wir bei Franziskas Eltern im Garten gegrillt und ein Lagerfeuer gemacht

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