Taunus
Ein schöner Tag auf dem Rücken der Pferde

Am 14 Juni 1999 haben wir einen Tag mit den Islandpferde im Taunus verbracht.

Am Morgen hieß es ziemlich früh aufstehen (viertel vor sieben), denn schon um halb acht sollten wir am Stall sein ... Erstaunlicher Weise fiel es mir relativ leicht, wahrscheinlich wegen der Vorfreude :-) Als ich um halb acht am Stall ankam waren schon ein paar Leute da und putzten ihre Pferde. Da hab ich mich natürlich gleich angeschlossen und Fumi aus seiner Box geholt. Wie immer war er sehr aufmerksam und neugierig, wenn sich jemand mit ihm beschäftigt, dann ist er immer voll bei der Sache. Kaum war ich mit putzen fertig wartete auch schon der Hänger auf Fumi und schwupps wurde er verladen. Er zögerte beim reingehen nur ein wenig, ist dann aber brav hineingegangen. Alle anderen Pferde gingen ebenfalls anstandslos in die Hänger und so dauerte es nicht lange bis neun Pferde in den Hängern standen und auf die Abfahrt warteten. Fast pünktlich (5 nach 8) ging es los Richtung Taunus. Unser Ziel war ein kleiner Reiterhof in Langenhain, wo wir auf der Wiese die Pferde ausgeladen haben. Leider regnete es dabei ein wenig. Die Pferde haben sich beim Grasen auf der Wiese ein wenig entspannt bevor wir sie gesattelt haben und losgeritten sind. Ein Westernreiter von dort (ein Bekannter von Franziska) hat sich uns angeschlossen und uns geführt. Er hatte gleich zwei Pferde dabei - weil seine beiden unzertrennlich sind .. Die Landschaft war einfach grandios, Berge, Hügel, Wiesen, Wälder -so weit das Auge reicht :-) Und auch das Wetter war gnädig, bereits eine halbe Stunde nach Abritt hörte der Regen auf und langsam kam die Sonne raus *Freu* Beim ersten Tölt/Trab-Abschnitt hat Mirijam (die kleinste Mitreiterin) auf Pegasus (das kleinste Pferd) eine Extrarunde auf dem Feld gedreht. Pegasus hat nämlich angefangen zu galloppieren - nur leider wollte die arme Mirijam das gar nicht. Wir haben durchpariert - nur Pegasus nicht, er ist an den führenden vorbeigalloppiert (aber nicht schnell), Franziska hat Mirijam dann Anweisungen gegeben was sie machen soll und sie kamen in einem schönen Kreis übers Feld wieder zurück. Mit dem Erreichen der Gruppe haben die beiden dann auch wieder angehalten. Jetzt im Frühling sieht natürlich alles besonders schön aus, wenn die Blumen blühen und alle Wiesen und Felder bunt sind. Die Reitwege sind einfach herrlich, viele kleine Pfade und Graswege führen an den Feldern entlang und über große Wiesen. über den nächsten Berg und plötzlich ist man im dicksten Wald.. Es waren auch relativ viele Männer dabei - 4 von 11, eine gute Quote. Und wenn man die Kinder nicht mitzählen würde, dann wird die Quote sogar noch besser 4 von 7 .. ;-) Peter, unser Hufschmied kannte sich in der Gegend auch gut aus und hat uns den Weg gezeigt. Wir wollten nämlich zur Hockenbergmühle. Auf die ersten Anfragen wie weit es denn noch sei sagte er "noch eine stunde". Ca. eine Dreiviertelstunde später war es immer noch eine halbe Stunde. Und eine weiter halbe Stunde später noch 10 Minuten. Nach 20 Minuten machte er dann keine Zeitangaben mehr - wir haben uns es schon alle darüber lustig gemacht ;-))) Aber irgendwann sind wir dann doch noch angekommen. Besonders schön ist, daß diese Wirtschaft hinter dem Haus einige Koppeln hat für die Pferde So durften die Pferde während der Mittagspause auf der Weide grasen - praktisch! Leider haben wir hinterher festgestellt, daß die Pferde nicht in den Bach gegangen sind um zu trinken. Wir sind dann mit einem kleinen Eimer rumgelaufen und haben die Pferde saufen lassen. Aber manchen Pferden ging das nicht schnell genug. ;-) Der Eimer war sehr klein und eigentlich passte nur eine Pferdenase hinein. Fumi war gerade am trinken, aber Lipurta konnte nicht warten. Sie hat ihre Nase zu Fumi in den Eimer gequetscht - man, das sah soooo goldig aus!!! Wie die beiden gleichzeitig aus diesem winzigen Eimer tranken ;-))) Der Rückweg fiel in Rücksicht auf die schon ziemlich erschöpften Kinder wesentlich kürzer aus. Aber wir kamen noch an einigen Weiden vorbei mit Lämmern, Kälbchen und Fohlen. überhaupt gab es dort viele viele Pferde, die meisten kamen auch immer sehr interessiert an denZaun wenn wir vorbei ritten. In einem Waldstückchen mit einem engen Pfad und vielen Wurzeln ritten wir gerade Schritt, als es plötzlich hinter mir rumpelte. Es hörte sich an, als wäre ein Pferd gestolpert hätte sich aber gefangen und weitergelaufen. Aber trotzdem riefen die hinteren Reiter HALT. Ich drehte mich um - und Lisa saß auf dem Boden. Im Schritt vom Pferd gefallen *hihi* - ist doch auch etwas das nicht jeder schafft *grins* Als Löpp gestolpert ist muß Lisa gerade geträumt haben und hat deswegen das Gleichgewicht verloren. Es ist nichts passiert und so fanden wir es alle lustig:-) Zurück auf dem Reiterhof haben wir die Pferde auf der Wiesen angebunden und grasen lassen. Ich habe Fumi noch gestriegelt und die Beine und Hufe kontrolliert - dabei habe ich einen ziemlich großen (aber zum Glück flachen) Stein in seinem linken Hinterhuf gefunden. Dann gab es reichlich Wassereimer zu schleppen, alles einpacken und auf einen unserer Fahrer warten (er war zwischendurch heimgefahren). Dann wurden die Pferde verladen. Leider hatte Carstens Pferd Geysi keine Lust in den Hänger zu steigen und es hat ziemlich lange gedauert bis sie ihn dazu überredet hatten. Elding mußte dann leider wieder aussteigen, weil sie probieren wollten Geysi einzuladen wenn noch mehr Platz im Hänger ist (Trennwand raus). Es hat nicht viel gebracht, aber wenigstens durfte Elding auf der Wiese warten. Ein Apfel hat Geysi schlussendlich überzeugt doch noch einzusteigen. In der Zwischenzeit waren alle anderen Pferde bereits verladen und es ging heimwärts. Zuhause angekommen durften als erstes die Pferde aussteigen und in ihre Boxen wo bereits das Abendessen wartete. Mein Abendessen hat leider noch nicht gewartet als ich um halb acht wieder zuhause ankam, ich mußte es erst noch selbst herrichten. Schönen Gruß Suzie