Urlaub in Kanada 29.9.98 - 12.10.98 
Ontario-Rundreise 
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29 Sep - Frankfurt nach Toronto
Am Morgen haben wir noch die letzten Sachen gepackt und alles vorbereitet. Dann ging es nachmittags mit dem Bus zum Flughafen. Der Flug nach Toronto dauerte ca. 8h, aber durch die Zeitverschiebung sind wir trotzdem am gleichen Tag abends dort gelandet. Da es schon recht spät war und wir auch ziemlich müde, haben wir in einem Hotel in der Nähe des Airports übernachtet.

30 Sep - Toronto
Am nächsten Morgen haben wir uns dann auf den Weg in die Stadtmitte gemacht. Leider war die Hotelsuche ziemlich aufwendig und schwierig. Toronto schien ziemlich überfüllt zu sein, denn viele der Hotels waren völlig ausgebucht. Da wir zu unserem Leidweisen kein Hotel fanden, welches an beiden Tagen noch ein Zimmer frei hatte mußten wir wohl oder übel zwei verschiedene Hotels nehmen. Gegen halb eins hatten wir dann das erste Hotelzimmer bezogen und das zweite für den nächsten Tag reserviert und konnten endlich los, um Toronto zu erkunden. Als erstes haben wir uns auf den Weg zum Skydome und CN-Tower gemacht. Im Tower haben wir für den nächsten Abend einen Tisch im Turmrestaurant reserviert. Wir waren am Hafen und am Ufer des Ontario-Sees, sind kreuz und quer durch die Downtown gelaufen und haben die Wolkenkratzer bewundert. Dazwischen finden sich immer wieder Gebäude die auf alt gemacht sind. Dh. sie sehen antik aus, sind es aber nicht. Auf dem Weg zu den „Houses of Parliament" haben wir dann ein Eichhörnchen gesehen - ein schwarzes und dazu noch recht unängstlich. Auf dem Rasen direkt vor den „Houses of Parliament" mußten wir dann aber feststellen, daß dieses Eichhörnchen nichts ungewöhnliches war. Dort liefen hunderte von Eichhörnchen auf der Wiese herum, kletterten auf die Bäume und waren von den vielen Touristen völlig unbeeindruckt. Viele waren schwarz aber auch braune und graue waren dabei.

Kurz nachdem wir dann durch das Universitätsgelände gegangen waren ist mir aufgefallen, daß kein Film in der Kamera war - aaargh. Einige davon konnte ich aber zum Glück am Abend oder am nächsten Tag wiederholen...

01 Okt - Toronto
Am Morgen mußten wir nun leider erstmal das Hotel wechseln, aber danach haben wir uns dann wieder ins Großstadtgetümmel gestürzt.
Wir waren nochmal am Seeufer, in den Einkaufsstraßen und in zwei riesigen Malls. Wir haben das Schloß „Casa Loma" besichtigt sind durch einige Neighbourhoods (Nachbarschaften) gelaufen, darunter zum Beispiel Chinatown, Annex und Queen St. West. Ist fazinierend gewesen wie sehr sich das Stadtbild nur wenige Meter entfernt von der eigentlichen Downtown verändert. Keine Hochhäuser mehr, völlig andere Menschen und um Welten entfernte Atmosphären.
Am Abend lag dann das Dinner im CN-Tower an. Wir sind also mit den Aussichtsaufzügen in die Höhe von ca. 360m gefahren (der Turm ist insgesamt ca. 550m und damit das höchste Gebäude der Welt) um in das 360° Restaurant zu kommen. Dieses Restaurant dreht sich innerhalb von einer Stunde einmal um 360 Grad und so kommt man in den Genuß die ganze Zeit eine ständig wechselnde Aussicht  zu geniessen. Dazu kommt dann auch noch ein hervorragendes Essen, was diesen Abend zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden ließ.
Nach dem Essen war es bereits dunkel, so daß wir die Toronto City-Lights von oben bewundern konnten - fantastisch.

02 Okt - Toronto nach Killarney
Heute bricht der erste Tag unserer Ontario-Rundfahrt an. Gegen 9 Uhr holen wir mitten in der Innenstadt unseren Mietwagen ab. Zuerst dachten wir, daß es keine gute Idee sei mitten in der Stadt loszufahren und befürchteten schon das schlimmste, aber durch die sehr symetrisch angeordneten Straßen ist es eigentlich ganz einfach den richtigen Weg zu finden, obwohl dichter Verkehr herrscht. Das schönste daran ist, wenn man eine Abzweigung verpasst hat nimmt man einfach die nächste und fährt auf der Parallelstraße entlang.
Schon nach ca. 25km machen wir den ersten Stop, am Black Creek Pioneer Village. Ein lebendes Museumsdorf, von der Zeit der Pioniere. Das witzigste entdecken wir erst auf dem Rundgang durch die Straßen - denn in den einzelnen Häusern sind jeweils Leute die das entsprechende Handwerk ausüben und einem darüber berichten. Einen weiteren Stop haben wir am Parry Sound eingelegt, das ist ein Abschnitt an der Georgian Bay mit großer touristischer Aktivität.
Am späten Nachmittag erreichen wir endlich den Killarney Provincial Park, aber viel mehr als durchfahren ist heute nicht mehr drin, denn bis zum Ort Killarney sind es noch 67km auf einer sehr rauhen Straße.
Nach der Ankunft in Killarney erkunden wir deshalb nur noch auf einem kleinen Spaziergang den Ort, der wie ausgestorben wirkt, da viele Geschäfte schon für die Saison geschlossen haben.

03 Okt - Killarney Provincial Park
Am Morgen führt uns unser erster Weg zur Visitors Information am George Lake im Killarney Park. Dort kaufen wir unsere Day-Permits für die nächsten zwei Tage und eine Karte des Parks. Außerdem finden wir dort Informationen über verschiedene kurze Wanderungen im Park.
Die erste probieren wir auch direkt im Anschluß daran aus, der Cranberry Bog Trail, eine ca. 4km lange Wanderung in der Nähe des George Lake auf der man einen Teil der schönen Landschaft des Parks kennenlernen kann. Auf dieser Wanderung haben wir einige Eichhörnchen und einige Streifenhörnchen gesehen, die Tiere die wir am häufigsten in Kanada sehen sollten.
Im Anschluß daran haben wir uns noch eine Zeit am George Lake aufgehalten und beschlossen am nächsten Tag dort Kanu zu fahren.
Danach war noch der Granite Ridge Trail dran, 2km die einen zu einem Aussichtspunkt führen. Der Aufstieg ist teilweise zwar etwas anstrengender aber dafür hat man eine sehr schöne Sicht auf die Georgian Bay und einige schöne Ausblicke auf endloseTäler voller Bäume im Herbstlaub.
Am Abend sind wir in Killarney noch zur Killarney Bay gefahren und haben die Abendsonne genossen.

04 Okt - Killarney Provincial Park
Um 9 Uhr öffnet der Laden in dem wir unser Kanu mieten wollen, also lassen wir uns Zeit fürs Frühstück und um unsere Sandwiches zu machen. Gegen 20 nach neun sind wir dort  - aber - es hängt ein Zettel an der Tür: „Heute erst ab halb 10 geöffnet".
Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns dann erst in den  Park zu fahren und laufen den Chikanishing Trail, eine 3km Wanderung, die zum Ufer der Georgian Bay führt. Dieser Trail ist wirklich wunderbar. Auf dem Weg zur Bay hat man immer wieder herrliche Ausblicke, man klettert über viele Felsen und erreicht nach einiger Zeit das Seeufer. Der Rückweg ist netterweise wesentlich einfacher und kürzer. Der Weg ist größtenteils eben und einige Stellen sind mit Holzbohlen ausgelegt.
Nach dieser Wanderung holen wir aber endlich die Paddel und den Schlüssel für unser Kanu.
Kurz vor Mittag lassen wir das Kanu zu Wasser und starten unsere Paddeltour auf dem George Lake. Dieser See ist sehr groß, aber verwinkelt und erst wenn man ihn umpaddelt kann man seine ganze Größe erkennen. Die Landschaft ist herrlich und immer wieder landen wir am Ufer und geniessen diese herrliche Ruhe..
Dabei sehen wir wiederrum einige Eichhörnchen und Streifenhörnchen.

05 Okt - Killarney nach Algonquin
Nun geht es leider wieder fort vom Killarney Provincial Park und das nächste Ziel steht auf dem Plan - der Algonquin Provincial Park. Dieser Park ist sehr bekannt und von berühmt dafür, daß man hier gute Chancen hat Elche zu sehen.
Da es bei unserer Ankunft am Westgate noch recht früh ist besorgen wir uns diesmal schon einen Vehical Permit für diesen Tag und laufen ein paar kurze Trails. Den Whiskey Rapids Trail (2km) und den Hardwood-Lookout Trail (1km), aber leider ist hier das Herbstlaub größtenteils schon gefallen und die Farben des Indian Summer nicht mehr so schön zu sehen.
Am Abend sind wir von unserer Lodge aus noch ein wenig auf dem Hay Lake herumgepaddelt.

06 Okt - Algonquin Provincial Park
An diesem Tag wollten wir eine ganztägige Kanutour im Algonquin Park machen. Wir sind also am frühen Morgen zum Park East Gate gefahren und haben uns eine Karte besorgt. Damit und mit unseren Sandwiches bewaffnet haben wir das Kanu genommen und sind über den Hay Lake gepaddelt. Leider war es an diesem Tag sehr windig und wir haben nach einiger Zeit entschieden umzukehren, weil der See zu unruhig war.
Statt der Kanutour sind wir dann im Park noch einige Trails gelaufen und haben gehofft ein paar Tiere zu sehen.
Der erste war der Booth’s Rock Trail (5km) bei dessen Verlauf man zwei kleinere Seen passiert und eine wundervolle Aussicht über den Rock Lake.
Dann noch den Lookout-Trail (2km), der wie der Name schon sagt zu einem Aussichtspunkt führt, den Spruce Bog Boardwalk (1,5km) der an und durch zwei Sümpfe führt und den Beaver Pond Trail (2km), auf dem man zwei kleine Biber-Seen erkundet.
Außer ein paar Vögeln und Eich-/Streifenhörnchen haben wir jedoch keine Tiere zu Gesicht bekommen.

07 Okt - Algonquin Provincial Park
Dieser Tag war unser einziger Regentag während der zwei Wochen in Ontario und ist von daher relativ ruhig abgelaufen. Wir haben eine kleine Wanderung in der Nähe der Lodge gemacht, bei der wir uns leider recht schnell nasse Füsse geholt haben und sind ein wenig mit dem Auto rumgefahren (nach Whitney).

08 Okt - Algonquin nach Ottawa
Da wir noch immer keinen Elch gesehen hatten machten wir uns extra noch vor Sonnenaufgang auf den Weg in den Park. Von Sonnenaufgang bis 2 Stunden nachher hat man die besten Chancen auf Wildlife-Viewing...
Wir sind pünklich zur Morgendämmerung im Park angekommen, aber leider haben wir bis zu unserer Rückkehr zur Lodge (zum Frühstück) keinen Elch entdecken können.
Nach dem Frühstück sind wir aufgebrochen nach Ottawa, unsere nächste Station.
Dort sind wir am frühen Nachmittag angekommen und haben dann zu Fuß die Stadt erkundet und besichtigt. Diese Stadt erinnert mehr an eine europäische Kleinstadt, als an eine Großstadt in Nordamerika, sehr viele Gebäude sind europäischen Bauten nachempfunden, so gibt es ein Schloß, Parlamentsgebäude mit einem Glockenturm der stark an Big Ben erinnert und kleine Kopfsteinpflastergassen ..

09 Okt - Ottawa nach Peterborough
Morgens haben wir noch einen Stadtbummel durch Ottawa gemacht und sind zu einem Aussichtspunkt gegangen, von wo aus man die Innenstadt und die Gegend um den Fluß überblicken kann. Dieser Fluß - der Ottawa River stellt die Grenze zur Provinz Quebec dar. In Ottawa trifft man genauso wie in Toronto auf jeder Wiese dutzende von Eichhörnchen an.
Danach sind wir weitergefahren, in Richtung Niagara Falls. Aber damit wir nicht die ganze Strecke an einem Tag fahren mußten haben wir in Peterborough Zwischenstation gemacht. Hier hatten wir das schönste B&B unserer Reise - das Armor Road Studio B&B. Empfehlenswert!!!
Direkt hinter dem Haus verläuft ein schöner Rad-/Inlineweg, der in die Stadtmitte führt und freie Wiesen mit Feldwegen die zu einem kleinen bewaldeten Hügel führen für nette Spaziergänge. Direkt vor dem Haus befindet sich der Fluß und ein witziges kleines Schild „Squirrel Crossing".
Wir haben uns für den Spaziergang im Wald entschieden, der uns ua. auch zum Flugßufer führte und zu einigen sehr schönen Bäumen, die hier wiederum noch alle in schönster Farbenpracht zu bewundern waren.
Am Abend waren wir im Ortskern zum Essen.

10 Okt - Peterborough nach Niagara Falls
Die Fahrt von Peterborough nach Niagara ging relativ schnell. Den ersten nennenswerten Stop haben wir in St. Catharines gemacht. Am Port Dalhousie, am Ufer des Ontario Sees - dieses alte Hafenstädtchen ist noch so erhalten wie er vor hundert Jahren war, dort gibt es auch noch das älteste Karussel Kanadas, und der Preis ist auch noch der von damals: 5 Cent.
Von dort haben wir ganz winzig klein in der Ferne Toronto erkannt. Von da waren es nur noch wenige Kilometer bis Niagara.
Als erstes haben wir unser Auto beim B&B geparkt und sind dann zu Fuß losgegangen. Als erstes haben wir die American Falls von der kanadischen Seite aus gesehen. Dann sind wir ausgereist und über die Brücke über den Canyon in die USA gegangen. Nun haben wir die American Falls von der Nähe gesehen, mit Regenbogen in der Gischt und von weiter oben - vom Aussichtsturm aus. Ebenso haben wir eine Ecke der Horseshoe Falls aus nächster Nähe gesehen, aber die Hufeisenform und die Gewaltigkeit dieser Fälle erkennt man von hier aus nicht richtig.
Nach einem Eis sind wir dann wieder in Kanada eingereist.

11 Okt - Niagara Falls
Dieser Tag war ganz der Entdeckung der Niagara Fälle gewidmet. Als erstes sind wir zum Table Rock House gegangen, von dort kann man die Horseshoe Falls aus der Nähe betrachten. Dann haben wir an der „Journey behind the Falls" teilgenommen. Hierbei kommt man durch Tunnel im Felsen an zwei Aussichtsöffnungen hinter den Wasserfällen (wobei „Aussicht" es nicht trifft, denn außer dem herunterdonnernden Wasser sieht man nichts) und zu einer Plattform unten neben den Fällen, von der aus man die Fällen in ihrer ganzen Größe erkennt.
Als nächstes waren wir auf dem Minolta Tower und haben die Fälle von oben gesehen, von hieraus erkennt man die Hufeisenform am besten.
Nächste Station war das IMAX-Kino mit einem Film über die Fälle und einer Ausstellung der Niagara Daredevils - wagemutige Leute die die Niagara Fälle bezwingen wollten. Dort gibt es einige von Tonnen, mit denen sich die Leute die Fälle runtergestürzt haben, Kajaks und Boote in denen die Daredevils durch die Stromschnellen gefahren sind usw.
Nach dem Film über die Geschichte der Fälle und einige Geschichten rund um die Wasserfälle sind wir noch einmal zum Table Rock House gegangen, um den Regenbogen zu sehen.
Am späten Abend, nach dem Essen haben wir uns dann noch die Lichtshow angesehen, denn wenn es dunkel ist werden die Niagara Fälle in bunten Farben angestrahlt.

12 Okt - Niagara Falls nach Toronto und Abflug
An diesem Tag mußten wir zurück zum Flughafen und unseren Rückflug nach Deutschland antreten.
Auf dem Weg von Niagara Falls nach Toronto sind wir aber noch durch Niagara on the Lake gefahren und haben am Ufer des Ontario-See direkt an der Stelle wo der Niagara River in den See fliesst eine kleine Pause eingelegt.
Wir waren trotzdem recht früh am Flughafen und mußten deshalb einige Zeit am Flughafen warten.

13 Okt - Ankunft in Frankfurt
Am Morgen sind wir wieder in Frankfurt gelandet.