Saint Lucia 14 - 24 Februar 1997 
Reittour unter Palmen
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Anreise in St. Lucia
Nach circa 9 Stunden Flug bin ich gegen 14 Uhr Ortszeit am Flughafen Vieux Fort auf St. Lucia gelandet. Dort wurde ich von Horst abgeholt. Die Pferdebesitzerin heißt Barbara und Horst ist ihr Vater, der auch gerade zu Besuch dort war. Mit Horst habe ich mich auf Anhieb gut verstanden - das ist ein Typ - den muß man einfach gernhaben. Zusammen haben wir dann noch auf Klaus gewartet, der mit dem gleichen Flieger angereist ist :-)
Und damit war die Truppe auch schon komplett - Klaus & Ich waren die beiden einzigen Reiter bei dieser Tour.
Horst hat uns dann zu unserer Unterkunft gebracht, die Peter netterweise für uns organisiert hatte. (Wir waren bereits 2 Tage vor Beginn der Reittour angereist) Peter ist ein Mitarbeiter auf der Farm / Plantage „Mourne Coubaril" wo auch die Pferde untergebracht sind.
Angekommen im Guest House „Caille Blanc" haben wir Peter dann auch gleich kennengelernt, der wohnt nämlich auch dort.
Zuerst haben wir mit Horst, Peter und Sybille (eine Urlauberin im Nachbarzimmer) etwas getrunken und haben uns der Hausherrin Deborah vorgestellt.
Nachdem alles erledigt war sind wir (Klaus und ich) nach Soufriere in die Stadtmitte gelaufen (ca. 5 Minuten), haben EC-Dollar eingetauscht, eine Telefonkarte gekauft und zuhause angerufen.
Danach war noch genug Zeit, um an den Strand zu gehen. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die beiden Pitons. Schon nach kurzer Zeit hatten wir dann den ersten Kontakt mit Einheimischen, die immer wieder gerne sagen „Welcome to paradise" ..
Als die Sonne dann langsam verschwand wollten wir noch ein bißchen an der Poolbar vom Strandhotel „The Hummingbird" verweilen. Und wer sitzt dort? Horst!
Wir haben uns dazugesetzt und mit ihm und noch 2 Leuten aus meinem Nachbarort (die Welt ist klein), die Horst ebenfalls kannten einen sehr netten Abend verbracht. Klaus hatte Geburtstag und hat eine Runde ausgegeben. Barbara kam später auch kurz vorbei, so haben wir sie auch gleich kennengelernt. Zum Abendessen waren wir dann alle zusammen im Restaurant „Camillas", wo wir fantastische Sandwiches gegessen haben. Dort haben wir dann auch Douane getroffen - Barbara’s Ehemann und unser Reitguide für die kommende Woche. So habe ich also gleich den ersten Abend in sehr netter Gesellschaft verbracht, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Das fing wirklich prima an :-)

Strand „Anse Chastanet"
Am nächsten Tag sind wir mit Sybille zum Strand vom Anse Chastanet gelaufen. Man läuft circa. 45 Minuten über einen kleinen Berg, was sehr anstrengend ist, aber man hat unterwegs sehr schöne Aussichten auf Soufriere und den kleinen Piton und wird bei der Ankunft von dem romantischen Anblick dieser kleinen palmenbestandenen Bucht mit goldschwarzem Sand belohnt. Dort haben wir den ganzen Tag am Strand gelegen, geschwommen und geschnorchelt. Vom Schnorcheln war ich richtig fasziniert, ich war ganz begeistert über die vielen bunten Fische, die ich dort gesehen habe. Gestreifte Sergants, Hornhechte, Mitternachts-Papageifische, Barsche sind ein paar von ihnen, die ich in einem Tauchbuch wiedererkannt habe. Zum Mittagessen haben wir uns im Strandrestaurant Sandwiches und Cocktails bestellt, die wir unterm Sonnenschirm verputzt haben. Zurück nach Soufriere haben wir ein Wassertaxi genommen. Im Guesthouse angekommen hat Peter sofort eine Kakaopflanze gepflückt, weil er ganz entsetzt war, daß wir noch nie eine gesehen hatten. Wir mußten dann auch gleich die schleimigen weißen Kakaosamen - die so überhaupt nicht an unseren Kakao hier erinnern - probieren. Sogar der Geschmack ist völlig anders. Diesen Abend hatten wir im Garten ein Barbeque mit Sybille, Deborah, Kai (Deborahs Mann), Horst, Barbara und Peter. Zum Glück waren wir schon fertig mit Essen, als wir wegen Regen ziemlich überstürzt alles abbauen mußten. Aber man kann ja auf der überdachten Terasse sitzen. Nach dem Regen kamen dann ganz viele Glühwürmchen raus - wunderschön dieser Anblick.

Strand „Jalousie"
Nach harter Verhandlung mit dem Wassertaxifahrer ging es mit demselben zum Strand Jalousie, der sich zwischen den beiden Pitons befindet. Dort befanden sich außer uns nur zwei Security-Guards, die das derzeit geschlossene Hotelgelände bewachten. Super - ein Strand ganz für uns allein. Beim schnorcheln habe ich einige neue Fischarten und sogar eine Moräne gesehen. Später bin ich auf der Wiese rumgelaufen und habe dabei eine Kokosnuss gefunden. Der Guard, der mir eigentlich sagen wollte, daß man nicht auf dem Hotelgrundstück rumlaufen darf hat dann die Kokosnuss für mich geöffnet. Die Nuss haben Klaus und ich dann zusammen ausgetrunken und gegessen. Bei einem Spaziergang am Ufer entlang habe ich dann den zweiten Guard getroffen, der mir eine kleine Bar gezeigt hat. Klaus und ich sind dann später zu dieser Bar gelaufen, um etwas kühles zu trinken. Dort haben wir uns dann auch mit Marcus-Antonius (so hieß der zweite Guard) unterhalten.
An diesem Abend begann dann die Reittour mit einem herrlichen Abendessen bei Deborah. Überhaupt waren alle Mahlzeiten während der Tour einfach fantastisch, immer reichlich und vor allem unglaublich lecker. An das karibische Essen könnte ich mich gewöhnen :-)
Doch plötzlich kam der Franzose, der an diesem Tag in Sybilles Zimmer eingezogen war, hoch und fragte mich, ob ich mein Licht angelassen hätte ..
Ich hab gesagt nein, das ist aus und er ging wieder runter. Aber ein paar Augenblicke später kam er ganz aufgeregt wieder rauf und Peter übersetzte „Alles geklaut"
Da war es dann mit der Gemütlichkeit vorbei - wir sind natürlich alle runter und jeder hat in seinem Zimmer nachgeguckt. Durcheinander war überall ein bißchen, bei mir war nur ein Portemonaie weg das ich vorher mit am Strand hatte, deswegen waren dort nur 20 Dollar, Perso, Kreditkarte und Schülerausweis drin. Bei den Franzosen fehlte ziemlich viel Geld (ca. 800,-), eine Videokamera, eine Goldkette - der Rest lag vor dem Fenster verstreut. Auch Klaus hatte Glück, die teure Kamera lag draußen vor dem Fenster, nur seine Strandtasche mit ein paar Dollar und Sonnencreme war futsch.
Die Polizei hat mein Portemonaie dann im Gebüsch wiedergefunden, Perso und Kreditkarte waren noch drin *puh*
Die Polizisten haben uns dann ALLE mitgenommen zum Revier, das Auto war vielleicht vollgestopft .. innen stapelten wir uns: zu zweit auf dem Beifahrersitz und auf der Rückbank 4, die Polizisten standen auf der Ladefläche. Unterwegs haben sie dann auch noch einen jungen Mann verhaftet, den Deborah und Barbara in Verdacht hatten. Der mußte dann auch noch mit auf die Rückbank. J
Nach circa 3 Stunden waren endlich alle Aussagen aufgenommen und wir wurden zurückgefahren.
Naja, grad noch mal Glück gehabt, daß die Diebe mit meinem Strandportemonaie zufrieden waren. Am besten hatte es allerdings Sybille, die grad rechtzeitig abgereist war.

Botanischer Garten, Mourne Coubaril und Vulkan
Leider hatte ich in der Nacht ziemlich heftige Bauchschmerzen und ich habe deshalb nur wenig geschlafen. Ich hatte sogar schon überlegt, ob ich jemanden wecke, damit wir zu einem Arzt fahren. Zwischen 4 und halb fünf habe ich mich angezogen und bin im Garten rumgelaufen. Um 6 ist Peter wachgeworden und hat sich natürlich gewundert, daß ich schon auf bin. Nachdem ich von den Bauchschmerzen erzählt hatte war er (und die anderen auch) sehr besorgt, ob ich denn mit den Bauchschmerzen reiten könnte. Nach meinem spärlichen Frühstück startete die Tour erstmal mit der Besichtigung des botanischen Gartens inkl. Diamont-Waterfall.
Dann sind wir zur Plantage „Mourne Coubaril" gefahren, wo uns von Peter Kaffee-, Kakao-, Kokosnuß-, und Zuckerrohr-Verarbeitung vorgeführt wurde. Nach dem Mittagessen haben wir dann endlich die Pferde gesehen. Ich habe Disappear - einen süßen dunklen Falben bekommen und Klaus Black Beauty - eine schwarze Stute. Douanes Pferd heißt Anjeho - ein Fuchs. Kurze Zeit später sind wir dann losgeritten. Er hat vorsichtshalber ein Funkgerät mitgenommen, falls mein Bauchweh zu schlimm wäre, dann hätten sie mich abgeholt und mit dem Auto zur Unterkunft gefahren. Zum Glück verschwanden die Bauchschmerzen aber langsam und bei den Sulphur Springs (Schwefelquellen im Vulkan) war es scho beinahe ganz weg. Dort haben wir einen geführten Rundgang durch den Vulkan gemacht und die Quellen aus nächster Nähe betrachtet, bevor hoch auf den Vulkanrand geritten sind und uns das Ganze nochmal von oben angeschaut haben. Übernachtet haben wir hoch oben in den Bergen, bei Thomas, einem Deutschen, der dort ein Ferienhaus (Haus? Naja, Villa trifft es eher) hat. Den Geckos schien es dort auch sehr gut zu gefallen, jedenfalls waren dort sehr viele davon. - Vielleicht wegen der herrlichen Aussicht? Barbara, Horst und Peter sind, wie fast jeden Abend, auch dorthin gekommen zwecks gemeinsamen Abendessens und Unterhaltung. Vorher sind wir aber noch in den Pool gehüpft, der so an einer Kante angebracht war, daß man vom Pool aus einen wunderschönen Blick auf die entfernten Pitons im Sonnenuntergang und das Meer hatte. Was ein Erlebnis. Nach dem Essen hat Peter durch seine Zaubertricks wesentlich zur Unterhaltung beigetragen. Ganz spontan sind wir darauf gekommen und haben ihn überredet etwas vorzuführen, war richtig beeindruckend und das ohne Vorbereitung. Er hat sieben Münzen verschwinden lassen und wieder auftauchen und danach sogar eine glühende Zigarette und Wein.

Schwimmen mit den Pferden & fliegende Fische
Am zweiten Tag der Reittour sollten wir Gelegenheit zu einem ganz besonderen Erlebnis bekommen - das Schwimmen im Meer mit den Pferden! Dazu mußten wir aber erst einmal wieder zur Küste, also ging es fast unaufhörlich bergab. Unterwegs genossen wir einige schöne Aussichten und die tolle Landschaft. Kurz vor der Mittagspause folgten wir einer Weile einem kleinen Flußlauf durch eine Schlucht, überquerten das Bächlein dabei auch ein paarmal, bis wir zu einer wunderschönen gebogenen Palme kommen - ein herrliches Plätzchen für die Rast! Die Verpflegung kam per Auto und wurde uns von der Straße in die Schlucht hinabgereicht. Als Nachtisch pflückten wir für uns grüne und für die Pferde braune Kokosnüsse. Weiter ging es an riesigen Bananenplantagen vorbei bis zu einem einheimischen Haus über dem Strand L’Ivronge. Damit wir diese Nacht dort verbringen konnten haben die Hausbewohner für uns ihre Zimmer geräumt! Die Hausbewohner waren sehr nett und haben uns Saft gemacht von Früchten die aussahen wie riesige Erdnüsse (der Baum steht neben dem Haus). Vom Haus aus hat man einen fantastischen Ausblick auf den Strand, zu dem wir dann ohne Sättel und Tagesgepäck aufgebrochen sind. An diesem schönen einsamen Strand - den wir wie alle Strände die noch folgen sollten - ganz für uns allein hatten konnten wir nach Herzenslust mit den galoppieren und mit den Pferden schwimmen. Mein Disappear war total süß, der geht total gerne schwimmen als ich ihn nach dem Strandgalopp ins Wasser gelenkt habe ist er gleich reingestürzt. J
Mit Pferd zu schwimmen ist einfach wahnsinn. Beim ersten Mal habe ich mich erschreckt, als Disappear den Boden unter den Hufen verloren hat und anfing zu schwimmen und ich bin sofort abgestiegen und neben ihm geschwommen. Leider ist es sehr schwer auf ein nasses Pferd wieder raufzukommen ;-)
Nach dem Schwimmen hat Disappear sich im Sand gewälzt und ist einfach dort in der Sonne liegengeblieben um ein Nickerchen zu machen. Da es mir mit der Weile zu warm wurde in der Sonne rumzustehen habe ich mich neben mein Sandpferdchen gesetzt und in seinen Schatten gelegt.
Später bin ich dann noch mal alleine schwimmen gegangen und dabei habe ich einen Schwarm fliegender Fische gesehen. Das war witzig. Ich bin immer hinterher geschwommen, weil ich sie noch mal sehen wollte. Immer wenn ich zu nah kam sind sie halt alle losgesprungen - von mir weg. Das sah total lustig aus, weil das hunderte von winzigen Fischen waren. Doch mit einmal haben sie es sich anders überlegt und sprangen nicht von mir weg, sondern auf mich zu - da hab ich mich vielleicht erschreckt, als hunderte von kleinen Fischen auf mich zu und an mir vorbeigeflogen sind!!!
Zurück bei der Unterkunft haben wir erst mal „geduscht" aus’m Bottich mit ‘nem kleinen Eimerchen zum scheppen...
Abends kurz vor dem fantastischen - wieder viel zu reichlichen - Abendessen gab es dann noch einen Regenbogen zu sehen, nach dem allabendlichen kurzen aber heftigen Regenschauer.

Balembouche, Pony Express und Flußdurchquerung
Am folgenden Tag hieß das Ziel „Balembouche" eine alte Plantage mit wunderschönem tropischen Garten und einigen Reliquien aus der Zeit, wo die Plantage noch aktiv war.
Das Mittagspicknick wurde uns diesmal zu einem einsamen langen Sandstrand gebracht, an dem wir wundervolle lange Galoppaden und Wettrennen hingelegt haben. Auf dem weiteren Weg haben wir dann den großen Piton umrundet und sind wieder ein wenig in die Berge geritten, um eine wunderschöne Aussicht zu geniessen. In dem Dorf Labourie, durch das unser Weg führte, habe ich dann obwohl die Geschäfte gerade geschlossen hatten und obwohl ich keine EC mehr hatte (die waren ja geklaut worden) Briefmarken gekauft. Und wo ich gerade schon mal da war und sowieso auf dem Weg nach Balembouche - da habe ich dann Pony-Express gespielt und einen Brief für Uta (die Besitzerin der Plantage) mitgenommen :-)
Ich hab ihn zwar etwas mißhandelt als ich mich beim Aufstieg eines kleinen steilen Abhangs unter Disappear gelegt habe, aber Uta hat sich trotzdem sehr gefreut.
Plötzlich gelangten wir an einen breiten und tiefen Fluß und Douane fing an seine Schuhe auszuziehen - wir wollten da durchreiten ..
Also haben wir auch die Schuhe und Mini-Chaps ausgezogen, die Hosen hochgekrempelt und alles was auf keinen Fall naß werden durfte hochgebunden oder um den Hals gehängt. Aber den Pferden hat das gar nichts ausgemacht, sie sind alle drei einfach da durchgegangen. Ein Stückchen sind wir dann noch dem Flußverlauf gefolgt bis zu einer Ananasplantage. An dieser führte dann das letzte Stückchen Weg nach Balembouche vorbei. Horst, Peter und Barbara waren auch schon da.
Abends hat Douane Black Beautys Hufe beschlagen und wir haben ihm dabei assistiert. Dabei haben wir auch Ib kennengelernt. Ein älterer Herr aus Hamburg, der gerade in seiner Bambuswerkstatt einen Behälter hergestellt hat.
Uta hat in der Zwischenzeit ein wahnsinnig leckeres Abendessen für uns gezaubert und später hat sie uns Geschichten und Legenden von Balembouche erzählt.

Ruhetag, Schwimmen im Fluß
Der Donnerstag sollte dann Ruhetag sein. Diesen Tag sind wir nicht weitergeritten, sondern in Balembouche geblieben. Wir sind mit Peter und Barbara zum Strand und haben die Pferde mitgenommen. Peter ist auf Anjeho geritten und Barbara ist zu Fuß mitgelaufen und hat ganz viele Fotos geschossen. Wir sind mit den Pferden im Fluß geschwommen bevor wir uns an den Strand gelegt haben, den wir - wie hätte es anders sein können - ganz für uns allein hatten.
Das Meer war ziemlich stürmisch - wie wir bemerken mußten als wir recht weit draussen waren und es beinahe nicht geschafft hätten wieder zurück zum Strand zu schwimmen. Wir waren alle halbtot und heilfroh wieder an Land gekommen zu sein.
Praktischerweise konnte man nach dem Strand und Meerbad im Fluß schwimmen, um Salz und Sand abzuwaschen. Der Fluß war urig, total zugewachsen am Ufer - wie am Amazonas. Auf dem Rückweg wäre ich auf den Bambusstufen - wo es recht steil aufwärts ging - beinahe von Disappear runtergerutscht, ich saß schon gefährlich weit hinten ..
Den Rest des Tages haben wir auf Balembouche gefaulenzt. Ich hab mich in die Hängematte auf der Terasse gelegt und Peter hat mir einen Drink gebracht. Der Wind hat mich geschaukelt - ach, herrlich war das. Wunderbar entspannt bin ich dann mitgegangen auf Plantagenbesichtigung. Wir haben uns die Ruinen der alten Häuser angesehen und das alte Wasserrad. Zwischen den Walzen klemmt noch heute ein Schraubenschlüssel, den die Arbeiter mal während eines Streiks dort zwischengesteckt hatten - und ihn nie wieder rausbekommen haben...
Vorm Abendessen hat Peter Reitunterricht bekommen, das war lustig :-)
Wir haben alle auf dem Hügel gesessen und dabei zugeschaut. Die Tochter von Uta durfte dann auch mal reiten und sogar Ib hat sich mal aufs Pferd gewagt, obwohl er noch nie auf einem Pferd gesessen hatte. Bis Mitternacht haben wir dann alle auf der Veranda gesessen, um mir dann ein Geburtstagsständchen zu singen. Ich hab von Uta eine Flasche Champagner bekommen, so konnten wir dann nach dem Ständchen auch anstossen.

Rainforest
Der vorletzte Tag der Reittour führte uns durch den Regenwald in der Mitte der Insel, denn wir machten uns auf den Weg zur Ostküste. Auf dem Weg durch das Innere der Insel haben wir jede Menge Baumfarne - die wohl jeder Mitteleuropäer sehr beeindruckend findet - und Bambusse gesehen. Den Lunch gab es diesmal aus den Satteltaschen in einem sehr schönen Pinienwald. Weiterhin gab es endlose Täler voller Bananenstauden und wunderbare Ausblicke von hohen Bergkämmen zu sehen auf unserem Weg nach Grace, einem kleinen verschlafenen Ort. Dort haben wir in einem von Einheimischen geführten Guesthouse übernachtet. Wir sind relativ früh in Grace angekommen, so hatten wir noch etwas Zeit auf der Terrasse zu sitzen und zu lesen.
Vor dem (wie immer wie immer sehr sehr leckeren und reichlichen) Abendessen sind Douane, Klaus und ich in Mr Trim’s Bar gegangen. Von dieser Bar haben uns alle schon die ganze Zeit vorgeschwärmt - vor allem halt über den netten und lustigen Mr. Trim.
Also ehrlich gesagt wäre ich allein niemals auf die Idee gekommen in diesen abgerissenen Schuppen zu gehen! Naja, aber Mr Trim war dann genau so wie sie ihn beschrieben hatten. Auf die Frage wie alt er sei antwortete er wie immer mit „way over hundred" ..
Wir haben dann seinen berühmten 80%igen weißen Rum probiert -iieekk- und Domino gespielt.

Honeymoon Beach und Abschlußabend
Leider kam nun schon der letzte Tag der Reittour, an dem wir die Atlantikküste erreichten. Am langen Honeymoon Beach - einem feinen weißen Sandstrand, den wir diesmal leider mit 2 weiteren Personen teilen mußten, hatten wir noch einmal Gelegenheit für lange Galoppaden am Strand und baden im Meer. Auch Disappear fand den Sand dort besonders schön, denn kaum habe ich mit ihm den Strand erreicht, als ich mit ihm zum Wasser gehen wollte - da hat er sich gewälzt. Die Wellen dort waren aber ziemlich heftig, man merkte schnell, daß dies nicht mehr die karibische Seite der Insel ist. Die Wellen waren so hoch, daß man aufpassen mußte sich nicht zu überschlagen ..
Von dort ging es über riesige Weideflächen zur Pferdeaufzuchtstation, wo wir mitten durch die Herden ritten. Besonders die Fohlen fanden das sehr aufregend :-)
Am Ziel angekommen haben wir uns von den Pferden verabschiedet und sie auf die Koppel gelassen, wo sie sich erst mal in aller Ruhe erholen durften.
Diese Nacht hatten wir einen Bungalow am Strand „Chak chak". Im dazugehörigen Restaurant bzw. auf der Terrasse erwartete uns ein wundervolles Barbecue mit Steelband, Vollmond, silbern glitzerndem Meer und tanzen am Strand. Natürlich waren Peter, Barbara und Horst auch wieder dabei. Nach dem Essen haben wir Pina Coladas getrunken und den Abend ausklingen lassen. Und um Mitternacht (oder um 23.00 Uhr oder um 1.00 Uhr - wer weiß das schon so genau) sind Peter und ich noch mal im Meer geschwommen. Herrlich.

Abreise
Am Sonntag war dann leider Abreise angesagt. Horst hat mich zur Bushaltestelle gefahren und gewartet bis der Bus voll war und abgefahren ist. (Das System ist ein wenig anders als bei uns, der Bus fährt ab wenn er voll ist, feste Zeiten gibt es nicht.) So saß ich dann im Bus nach Castries und war traurig, daß dieser schöne Urlaub vorbei ist. Ich wäre am liebsten noch länger geblieben. Aber das ging natürlich nicht.
Nach den wiederrum ca. 9 Stunden Flug bin ich am nächsten Morgen schon wieder in Frankfurt gelandet und mit dem Bus nach Hause gefahren.